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News (public)


19.12.2011

Auch im Bachelor und Master gehen deutsche Studierende häufig ins Ausland

Die 30-seitige Studie "Entwicklung der Auslandsmobilität deutscher Studierender" erfasst im Überblick die seit 1963 erhobenen Daten zu Auslandsaufenthalten aus den verschiedenen Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks und bezieht sie auf die Entwicklung der Studierenden- und Absolventenzahlen an deutschen Hochschulen. Das Ergebnis zeigt, dass in den vergangenen Jahrzehnten ein hohes Niveau erreicht wurde: Der Anteil deutscher Studierender, die bis zum Zeitpunkt kurz vor dem Examen studienbezogene Auslandsaufenthalte durchgeführt hatten, wuchs in den neunziger Jahren von einem Fünftel zu Beginn dieses Jahrzehnts auf rund ein Drittel zur Jahrtausendwende sowie in den ersten zehn Jahren danach.

Wurde früher vor allem ein Auslandsstudium in den höheren Semestern nach dem Grundstudium oder dem Vordiplom realisiert, so hat sich die Situation durch die Umstellung auf die kürzeren Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschlüssen erheblich verändert. Bachelor-Studierende gehen früher und durchschnittlich wesentlich kürzer ins Ausland, als es in den Diplom- und Magister-Studiengängen der Fall war. Wegen dieser Veränderungen ist es sinnvoll, Auslandsaufenthalte nun während des Studiums ab dem ersten Semester zu erfassen: 2011 haben 25 Prozent aller Studierenden in einem Erst- und in einem Masterstudium bereits einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolviert. An Universitäten liegt der Anteil bei 26 Prozent, an Fachhochschulen bei 20 Prozent.
Die erste Auswertung der neuen, nun dritten repräsentativen Befragung deutscher Studierender zur Auslandsmobilität im Studium 2011 bestätigt auch in anderer Hinsicht den positiven Trend. Sie stellt fest, dass bei den Studierenden weiterhin eine hohe Bereitschaft zur Auslandsmobilität besteht: Unter den Bachelor-Studierenden im 5. und 6. Semester haben an Universitäten 22 Prozent und an Fachhochschulen 25 Prozent studienbezogene Auslandserfahrungen gemacht. Im 7. und 8. Semester sind es an den Universitäten 34 Prozent der Bachelor-Studierenden, wobei offensichtlich eine kleine Überschreitung der Regelstudienzeit für einen Auslandsaufenthalt in Kauf genommen wurde.

Für 2011 konnte HIS erstmals ebenfalls genauere Daten für Studierende in Master-Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen ermitteln: Im zweiten Studienjahr des Master-Studiums können an Universitäten und Fachhochschulen jeweils 37 Prozent der Studierenden auf studienbezogene Auslandsaufenthalte verweisen. Und mit Abschluss des Studiums sind sogar 40 Prozent der Master-Studierenden mindestens einmal auslandsmobil gewesen.

DAAD und HIS haben jetzt außerdem eine vertiefende Auswertung der repräsentativen Befragung "Internationale Mobilität im Studium 2009. Studienbezogene Auslandsaufenthalte deutscher Studierender in anderen Ländern" vorgelegt. Darin wird unter anderem dargestellt, welche Erfahrungen und Probleme mit der Planung und Realisierung von Auslandsaufenthalten einhergingen. Nicht zuletzt geht die Auswertung dem wichtigen Aspekt nach, woran beabsichtigte Auslandsaufenthalte aus Sicht der Studierenden gescheitert sind. Und auch die Gründe derjenigen, die einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt für sich generell ausschließen, werden näher betrachtet.

Die Studie "Entwicklung der Auslandsmobilität deutscher Studierender" (1963-2011), der Kurzbericht "Ausgewählte Ergebnisse der 2. Wiederholungsbefragung zu studienbezogenen Aufenthalten deutscher Studierender in anderen Ländern" (2011) sowie der Projektbericht "Internationale Mobilität im Studium 2009. Wiederholungsbefragung zu studienbezogenen Aufenthalten deutscher Studierender in anderen Ländern" sind im Internet zusammen mit anderen Informationen und Materialien zur Auslandsmobilität deutscher Studierender auf der Webseite http://www.go-out.de in der Rubrik "Studien und Materialien" veröffentlicht.

Die Befragungen deutscher Studierender zur internationalen Mobilität im Studium sowie die Studie "Entwicklung der Auslandsmobilität deutscher Studierender" (1963-2011) wurden aus Zuwendungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an den DAAD finanziert.









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