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11.11.2009

Ruperto Carola eröffnet „Heidelberg Center South Asia“ in New Delhi

Universität Heidelberg verstärkt akademische Zusammenarbeit mit den Ländern Südasiens

Die Universität Heidelberg wird am Dienstag, 17. November 2009, das „Heidelberg Center South Asia“ in New Delhi eröffnen. Mit dem neuen Zentrum erweitert und verstärkt die Ruperto Carola die Aktivitäten der Außenstelle, mit der das Südasien-Institut bereits seit fast fünf Jahrzehnten in Indien vertreten ist. An der Eröffnungszeremonie werden der Rektor der Universität, Prof. Dr. Bernhard Eitel, sowie Virendra Gupta, Direktor des Indian Council for Cultural Relations (ICCR), teilnehmen. Einen Tag zuvor wollen die Universität und der ICCR ein „Memorandum of Understanding“ für die Einrichtung einer Heinrich-Zimmer-Stiftungsprofessur für indische Philosophie und Geistesgeschichte unterzeichnen.

Das 1962 gegründete Südasien-Institut (SAI) der Universität Heidelberg befasst sich in Forschung und Lehre mit den südasiatischen Ländern, zu denen Bangladesh, Bhutan, Indien, die Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka gehören. Das interdisziplinär ausgerichtete Institut verknüpft historisch und philologisch ausgerichtete Kulturwissenschaften mit den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Geographie. Mit dem Büro in Indien pflegt das SAI die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerinstitutionen; seit Mai 2009 fungiert die Außenstelle gleichzeitig als Repräsentanz für den Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“.

Mit der Gründung des „Heidelberg Center South Asia“ soll die akademische Zusammenarbeit der Ruperto Carola mit Lehr- und Forschungsinstitutionen in Südasien weiter ausgebaut werden. Die Eröffnungszeremonie findet im Goethe-Institut Max Mueller Bhavan in New Delhi statt. Neben dem Rektor der Universität Heidelberg und dem Direktor des ICCR wird Klaus Tappeser, Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ein Grußwort sprechen. In der folgenden Präsentation erläutert Prof. Dr. Axel Michaels, Co-Direktor des Exzellenzclusters „Asien und Europa“, die wissenschaftliche Bedeutung von Heinrich Zimmer und die traditionsreichen Forschungen zu Indien in Heidelberg.

Der „Heinrich Zimmer Chair for Indian Philosophy and Intellectual History“ ist eine gemeinsame Stiftungsprofessur, die vom ICCR – der bedeutendsten Einrichtung der indischen Regierung zur Förderung der auswärtigen Kulturpolitik – vergeben wird. Sie ist die erste ihrer Art in Deutschland und soll im April 2010 für einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren mit einem renommierten Wissenschaftler aus Indien besetzt werden. Die Professur erinnert an Heinrich Zimmer (1890 bis 1943), der von 1924 bis 1938 als Professor für Indische Philologie an der Ruperto Carola tätig war und unter den Nationalsozialisten die Universität verlassen musste.


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